Meine Ziele für die pädagogische Arbeit – mein Tagespflegeangebot...

 

Ziele & Umsetzung

 

Meine Ziele während der Betreuung von Kindern ist es, den Kindern einen Rahmen

zu bieten, in dem sie sich wohl fühlen und sich ihren Bedürfnissen entsprechend entfalten

und entwickeln können. Für die pädagogische Arbeit mit den Kindern heißt dies für mich:

 

->     Das Kind erlebt eine liebevolle und familiäre Atmosphäre, die auf Geborgenheit und Vertrauen basiert

 

In der überschaubaren und familienähnlichen Situation ist es mir möglich auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes einzugehen und dem Kind somit schon von den ersten Tagen seines Lebens zu zeigen, dass es etwas bewirken kann mit seinen Tun und das es ernst genommen wird mit seinen Bedürfnissen.

 

Meine Tageskinder und eigenen Kinder werden alle gleich behandelt, keiner wird bevorzugt oder benachteiligt. Sie werden alle, wenn sie das Bedürfnis haben, gestreichelt, getröstet, beschmust und gedrückt.

 

Meine Arme, meine Ohren und mein Herz sind immer offen für meine Kinder und auch für meine Tageskinder!

 

->      Das Kind kann seine Persönlichkeit entfalten und entwickeln

 

Ich nehme das Kind, wie es ist - mit all seinen Stärken und Schwächen, seinen Launen und bereits vorhanden Eigenarten… Es soll merken, dass es geliebt und herzlich willkommen ist, egal wie es sich entwickelt - durch verschiedene Anregungen meinerseits, werde ich versuchen Stärken und Schwächen zu fördern und zu verfeinern.

 

->      Das Kind knüpft Kontakte und findet Freunde

 

Ich möchte dem Kind den Umgang und das Spielen mit anderen Kindern nicht nur in der Betreuungsfamilie bieten. Wir wohnen in einer kinderreichen Siedlung und sind jeden Tag draußen, so dass nicht nur innerhalb der Tagesfamilie Freundschaften geknüpft werden können, sondern auch bei unseren täglichen Ausflügen in die Nachbarschaft, auf Spielplätzen etc.

 

->     Das Kind kann sich mit seiner Umwelt kreativ und schöpferisch auseinander setzen, indem es die Umwelt erlebt, erforscht und schätzen lernt

 

Bei uns wird es während der gesamten Betreuungszeit KEINEN Fernseher in Betrieb geben.

Kinder im Alter von 0-3 Jahren haben meiner Ansicht nach ganz andere Interessen, als zu versuchen der flimmernden Bildröhre zu folgen.

Stöcke, Steine, Gräser, Sand,  Blätter aber auch Pfützen, Matsch u.v.m. sind für Kinder interessant und wecken den kindlichen Forschungstrieb. Solange ich keine akute Gefahr für die Kinder sehe, greife ich nicht ins Spiel ein und überlasse es ihnen sich mit ihrer Umwelt und der Natur spielerisch auseinanderzusetzen und sie Schritt für Schritt zu erobern... Gern werden, in Absprache mit den Eltern, zu bestimmen Jahreszeiten Ausflüge unternommen, um zu sehen wie Felder abgeerntet werden, Wälder sich verändern, Blumen beginnen zu blühen, Tiere sich in verschieden Jahreszeiten verhalten, Wasser / Pfützen zu Eis werden etc.

Ab ca. 2 Jahren werden auch kleinere Experimente zu Hause dafür durchgeführt, bestaunt und kind- und altersgerecht besprochen.

 

->     Ich werde die Grundbedürfnisse, Wünsche und Ängste der Kinder ernst nehmen, dabei bekommt das Kind Zeit, Raum und Material um seine Bedürfnisse auszuleben

 

Jedes Kind ist anders, braucht deswegen mehr oder weniger  Zeit zur Eingewöhnung, mehr Zuwendung oder Ruhe während der Ankommensphase, eventuell Rückzugsmöglichkeiten oder Kuschelecken etc. Diese Möglichkeiten räume ich dem Kind ein und zeige ihm somit, dass ich es mit seinen Bedürfnissen ernst nehme und respektiere.

 

->      Ich möchte, dass die Kinder in ihrer Persönlichkeit und Einmaligkeit akzeptiert werden und in ihrer Entwicklung individuell, altersentsprechend und ganzheitlich wahrgenommen und wenn möglich gefördert werden

 

Kindern bis zu einem Jahr, gebe ich die Möglichkeit der freien Entwicklung indem ich das Kind in seinen eigenen Tempo seine motorischen, kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten erlernen lassen und nur durch Anregungen wie z.B. spezielle „Turnübungen“, Babymassage, geeignetes Spielzeug, erste Erfahrungen mit verschiedenen Materialien, erste Lieder und Fingerspiele u.v.m. unterstütze.

 

Ab ca. einem Jahr lassen sich erste Stärken und Schwächen erkennen und ich würde bei Bedarf gezielt in meiner Arbeit aufgreifen.

 

Für die sprachliche Förderung werde ich z.B. kleinere Hand- und Fingerpuppenspiele spielen, einfache kurze Bücher vorlesen bzw. mit den Kindern gemeinsam anschauen und zu den Bildern erzählen (lassen), Lieder in den Tagesablauf mit einbauen (Begrüssungs- und Abschlusslied) und Lieder passend zu den Jahreszeiten, allgemeine Lieder etc.

 

Für die motorische Förderung werde ich die Kinder so früh wie möglich kleinere Aufgaben selbstständig erledigen lassen z.B. Tisch decken / abräumen, Ausziehen (später auch anziehen), es werden verschiedene Spielmaterialien zur Verfügung stehen, wo die Geschicklichkeit spielerisch gelernt werden kann wie beispielsweise Holzbausteine, Duplo, Stapeltürme, Kugelbahn, Formenspiel zum Reinstecken, Bälle, erste Stifte und Kreide und als besondere Highlights werden Angebote von Zeit zu Zeit stattfinden wie z.B. malen mit Fingermalfarbe, Bällebad mit Bewegungsbaustelle, Knete u.ä.

 

Für die kognitive Förderung werden die Kinder die Möglichkeit haben erste „Gesellschaftsspiele“ mit einfachen Regeln zu spielen z.B. Farblernspiele, Bauernhofspiel etc. Wo auch die Spieldauer nicht wahnsinnig lang ist. Durch die Möglichkeit des freien Spiels, können sie die Kinder zudem weitere Erfahrungen in der kognitiven Ebene erzielen. Verschiedene Materialien der Spielzeuge (Tücher, Fühlbecken), aber auch unterwegs gesammelte Sinneseindrücke (Wind, Sand, Wärme der Sonne, Pfützenwasser, Regen / Schnee) helfen den Kindern bei der kognitiven Entwicklung. Bei meiner Betreuung steht im Vordergrund das Selbsterleben. Sinneseindrücke bleiben bei den Kindern dadurch in Erinnerung, die eigene Wahrnehmung wird sensibilisiert und es findet ein Lernprozess statt.

 

->      Die Selbständigkeit wird durch vormachen, aufmuntern, wiederholen, unterstützen, loben und auch durch Geduld gefördert (z. B. An- und Ausziehen, Schuhe binden, Puzzles, basteln, usw.)

 

Ich unterstütze jedes Kind dabei selbstständig zu werden. Wenn auch manches wesentlich länger dadurch dauert - auch Geduld muss man lernen.

 

->    Zudem wird die Selbständigkeit gefördert, indem die Kinder gewisse Konfliktsituationen selber austragen müssen und ich mich nicht einmische

 

Meistens einigen sich Kinder, wenn man nicht eingreift, schnell allein. Bei schwierigeren Problemen stehe ich gern als beratende Stelle den Kindern zur Seite und liefere Denkanstöße, wie Konflikte ausgetragen werden können, aber als Schiedsrichter sehe ich mich nicht! Jedes Kind soll seine Stellung in der Gruppe finden und sich selbst erleben. Einschreiten tue ich indirekt, wenn ich sehe, dass es zu einen dauerhaften Ungleichgewicht in der Gruppe führt bzw. ein Kind sich in seiner Gruppenrolle nicht wohl fühlt.

 

->      Die Kinder erfahren Regeln, Grenzen und lernen diese zu respektieren

 

Ich versuche auf die Erziehungswünsche der Eltern einzugehen. Natürlich werde ich meinen Erziehungsstiel nicht verleugnen und außer Kraft setzen. Mir ist wichtig, dass die Kinder lernen sich einzupassen, mit anderen zu spielen, fremdes Eigentum und die Umwelt zu respektieren, Regeln zu befolgen und ab ca. 12-18 Monate erste Verhaltensregeln im Straßenverkehr zu lernen.

Dafür setze ich wenige, aber klare Grenzen und bin konsequent in der Einhaltung. Kinder brauchen Grenzen und Regeln um einen Rahmen zu haben, worin sie Halt und Schutz finden. Durch gleich bleibende Reaktion meinerseits lernen die Kinder in der Tagespflege Halt und fühlen, dass sie ernst- und wahrgenommen werden.

 

->      Durch einen strukturierten Tagesablauf mit einer guten Abwechslung von Aktivitäten und Ruhephasen gebe ich den Kindern Halt und Geborgenheit

 

Näheres dazu finden Sie im Punkt 4 „Exemplarischer Tagesablauf“!

Zum Großwerden gehört auch, dass sie die „normalen“ Tagesabläufe auch in der Tagesfamilie mitbekommen, das heißt, wir gehen gelegentlich auch zusammen einkaufen, kochen, decken den Tisch, putzen die Wohnung, aber auch tolle Rituale wie Geburtstage, übliche Feiertage (Ostern, Weihnachten etc.) werden gemeinsam zelebriert.